In meinem vorletzten Beitrag „Rückblick“ habe ich über die Auswirkungen von oder durch Corona im positiven Sinne nachgedacht. Was hat sich dadurch bei mir ergeben, getan, ist mir bewusst geworden. Es hat alles zwei Seiten, so auch hier die Negative. Und darüber möchte ich hier noch mal berichten.
Ich denke, den meisten von euch ist es auch so gegangen, es gibt Menschen die nicht gerade ihre beste Seite gezeigt haben in dieser Zeit. Ich habe schon davon berichtet, „die Spreu hat sich vom Weizen getrennt“. Ja, da passt hier sehr.
Ich habe von Anfang an anders darüber gedacht und habe dies auch, zuerst meist online, kund getan. Es war teils schrecklich was ich hier an Hass gegen mich plötzlich erlebt habe. Ausgrenzung, Diskriminierung, Respekt, Achtung, …. All das war plötzlich wertlos.
Total verkehrte Welt.
Ich habe mich dann online in Facebook oder Instagram in der Hinsicht doch mehr zurück gezogen, habe hier Anschluss in Gruppen gefunden und Gleichgesinnte. Genau die brauchte man auch in dieser Zeit. Ich war auch auf Demos und habe mich anders stark gemacht für das, wozu ich stehe.
Plötzlich gab es tatsächlich zwei Seiten, die Geimpften und die Nichtgeimpften, die Bösen, Schwurbler und … Nur ganz wenige in meinem Umfeld sind geimpft und haben kein Problem mit Nichtgeimpften, können es respektieren. Ich danke all denen die so respektvoll sind und bin dankbar dafür. Aber auch in den ungeimpften Kreisen gibt es einige die extrem gegen geimpfte Personen sind. Ist für mich ebenso ein Nogo.
Jetzt, einige Zeit danach, ich hatte Kontakt zu Richtern, Anwälten und vielen weiteren Menschen, ist eines klar. In der Zeit ist Hass extrem gewachsen. Die Menschen sind hart geworden, voller Neid, Missgunst, und alles negative ist enorm gewachsen. Oft habe ich den Eindruck, die Menschen schlagen nur noch wahllos um sich, wollen mit aller Macht irgendwas erreichen, meist wissen sie selbst nicht was, Hauptsache sich wehren, austeilen und sich nichts gefallen lassen. Nach Angaben einer Richterin sind die Gerichte eben völlig überlaufen mit belanglosen Fällen, Hass steht an der Tagesordnung und es wird nur noch ausgeteilt.
Wie wir wissen, es hat auch Familien zerstört, Ehen, Beziehungen, weil geimpft oder nicht geimpft, auch dort der Hass an die Oberfläche gekommen ist. Lange Freundschaften sind kaputt gegangen, hunderte von Menschen wurden und werden teils immer noch an den Pranger gestellt nur weil sie anders denken.
Warum hat sich das so auf uns ausgewirkt, das all der Hass dadurch an die Oberfläche kommt, all das vergrabene in uns, das dort schon lange schlummert. Zumindest bei vielen, es war ja nicht bei allen so. Auch ich habe es immer wieder erlebt, besonders da ich ja auch noch ohne Maske gehen durfte wegen meinem Asthma. Was man da erlebt hat an Hass ist nicht zu glauben, aber es steckt auch Neid dahinter. Ja, nicht zu glauben, aber viele waren unbewusst neidisch weil sie es nicht durften und wir hatten den „Freibrief“. Und was macht man da, man wird aggressiv, stinkig und teilt aus. Macht den anderen klein, stellt ihn an den Pranger, …
Und ganz unabhängig davon gibt es auch noch andere Bereiche wo Hass an die Oberfläche gekommen ist, Menschen sich einfach unmöglich verhalten und nicht mehr aus ihrer Hassspirale rauskommen. Ich denke, viele dieser Menschen haben schon Jahre, Jahrzehnte alte Verletzungen in sich, haben sich eine harte Schale zugelegt und dadurch eine Art Ablassventil gefunden. Ich habe in meinem direkten Umfeld auch so einige Menschen die sich jetzt so extrem Verhalten und es ist nicht leicht dann bei sich zu bleiben, sich nicht davon anstecken zu lassen, also von der negativen Energie und den negativen Emotionen und Gedanken. Sich immer wieder zu sagen, „es hat nichts mit mir zu tun, es ist ihr eigenes Ding“, welches auch immer.
Wir alle haben ein und dasselbe Gewissen, doch nicht den gleichen Zugang dazu. Dies wurde mir in der letzten Zeit sehr vor Augen geführt. Für manche Menschen war es plötzlich völlig normal andere Menschen auszugrenzen, was vorher nie denkbar gewesen wäre und wofür Menschen lange gekämpft haben. Was steckt dahinter?
Wieso verhalten sich manche Menschen eben geradezu unmenschlich. Ich denke, hier zeigt sich doch sehr der Reifegrad der Menschen. Ein reifer Mensch ist sich seiner Selbst mehr bewusst, er brauch andere nicht klein zu machen, sich über sie erheben, an den Pranger stellen, … und er hat mehr Zugang zu seinem Gewissen.
Stell dir vor, du hast einen Fehler gemacht, einen anderen Menschen etwa beleidigt oder ähnliches, es würde dich doch sofort belasten oder? Du würdest dich verteidigen, es schönreden, dein Gewissen tritt in Kraft, du entschuldigst dich vermutlich. Bei vielen scheint es aber in Corona wie außer Kraft gesetzt worden zu sein und alles Schlechte kommt aus ihnen hervor.
Es ist viel einfacher die Schuld bei anderen zu suchen, ja nicht nach sich selbst zu gucken, alle anderen sind Schuld an …. Corona, in persönlichen Bereichen, weil es jemandem immer wieder schlecht geht, Depressionen hat, vielleicht sogar Krankheiten, nur nicht in die Eigenverantwortung gehen, lieber die Schuld im Außen suchen und sie auf andere schieben.
Wirklich weiter kommen wir nur in unserem Leben, wenn wir die Verantwortung übernehmen und uns ehrlich fragen, was kann ich hier selbst tun, was habe ich hier selbst beigetragen, wie kann ich es lösen und ein besseres, einfacheres, schöneres, leichteres Leben zu bekommen.
Ja, es darf einfach sein. Das ist seit einiger Zeit ein Mantra von mir und es funktioniert und tut echt gut.
So viele sind weiterhin auf Krieg aus, Spielchen und immer wieder dasselbe, noch einmal austeilen, wie war doch bitte nochmal der Film? Und ewig grüßt das Murmeltier.
Solange diese Kriegsenergie weiterhin in deinem Feld ist, du immer wieder wenn dir etwas im Außen begegnet sofort dagegen gehen willst, dich sogar rächen willst und ständig meinst ich „muss“, solange wirst du natürlich nicht in Frieden kommen. Weder mit dir noch mit deinem Umfeld.
Dieses „muss“ ist dabei ziemlich wichtig. Immer wenn du dir sagst ich „muss“ sollte ein Stoppschild kommen und du solltest tief in dich gehen und dir so einige Fragen stellen. Ein muss ist immer verknüpft mit etwas das uns auferlegt wird, also nicht freiwillig und wir sollten sehr überlegen ob wir das wirklich wollen, dieses müssen.
Hier mal ein kleiner Exkurs, wie hört sich das für dich an:
Ich muss mich jetzt mit meinem Freund treffen.
Ich möchte mich jetzt mit meinem Freund treffen oder
ich darf jetzt meinen Freund treffen.
mUss ist im Grunde Zwang und ich persönlich möchte lieber meinen Freund treffen dürfen weil ich ihn Liebe, gerne mit ihm zusammen bin. Ihr versteht 😉
Aber weiter im Text!
Ja, ich hab leider auch noch solche Kriegsschauplätze in meinem Feld, doch ich kann jetzt sagen, ich komme immer schneller zu mir zurück, ich lasse mich nicht mehr so mit hineinziehen und vor allem, es geht mir immer besser.
Wir sollten alle bedenken, diese Kämpfe tun keinem gut, nicht dem der sie ausführt und auch nicht dem, der davon betroffen ist.
Aber sogar das, wenn es einem dann besser geht ist ja sogar noch ein Punkt wo dann diese Personen wieder darauf anspringen. Es darf mir ja nicht bessergehen als ihnen oder ich darf mir nicht meine Auszeit gönnen, es wird einem alles Mögliche geneidet.
Und da muss man dann ganz bei sich bleiben, in der Ruhe, sich alles Gute dieser Welt erlauben weil es doch jeder verdient hat oder? Ja, ich habe es verdient, weil ich es wert bin.
Und in diesem Sinne möchte ich euch allen jetzt positives für eure Zukunft wünschen.
Alles Liebe,
Ilka
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